Es war einmal….

Der Pump n’Jump Track Günterod – die ganze Geschichte

….begann schon im Jahr 2009. Im Bad Endbacher Ortsteil Günterod gab es, wie in vielen anderen Orten, eine Gruppe Mountainbike-begeisterter Jungen, die ihre Idole im Downhill hatten und diesen heimlich, auf nicht legalen, selbstgebauten und teilweise sehr gefährlichen Strecken im Wald nacheiferten.

Als auf Sicherheit bedachte Eltern meldeten wir die ganze Gruppe für einen 6-wöchigen Fahrtechnikkurs bei der Mountainbike-Schule „Das Sportwerk“ an. Der Kurs endete mit einer Exkursion in den Bikepark Winterberg.
Fortan waren Ausflüge nach Winterberg sehr gefragt, weil es die einzige Chance war, das Hobby legal auszuüben. Für uns Eltern war der logistische Aufwand jedoch groß.

Bei einem der folgenden Ausflüge nach Winterberg wurde die Idee zum Bau eines eigenen, legalen Mountainbikeparcours geboren.
Wir hatten auch kleinere Kinder dabei, die über mehrere Stunden unermüdlich und mit großer Freude auf dem in Winterberg vorhandenen Übungsparcours gefahren sind und sogar die Zuschauer rundum begeisterten.
Da haben wir uns gedacht, einen ganzen Bikepark bauen können wir sicher nicht, einen solchen Übungsparcours könnte man jedoch in Eigenleistung zustande bekommen.

Ein geeignetes, ungenutztes Grundstück im Besitz der Gemeinde Bad Endbach war oberhalb der örtlichen Sportstätten vorhanden.
Der Bürgermeister war sofort begeistert. Auch die Gemeindevertretung stimmte sofort zu.

Der BSJ Marburg, der im gemeinsamen Auftrag der Gemeinden Bad Endbach, Gladenbach und Lohra offene und präventive Jugendarbeit vor Ort macht, meldete sich ebenfalls und begrüßte das Projekt und kündigte die Nutzung an.

Wir wollten einen Parcours bauen, der für jeden interessierten Fahrradfahrer jederzeit und kostenlos offen steht. Dies war nun eine große Hürde, denn die Sportstättenversicherung möglicher Vereine, denen wir uns anschließen wollten hatten andere Bedingungen: Einzäunen, feste Übungszeiten mit Übungsleiter und die Mitgliedschaft im Verein für alle Nutzer, → für uns nicht akzeptabel.

Die Jahre gingen ins Land, in der Zwischenzeit wurde der öffentliche Ärger über illegale Strecken im Wald in der Gemeinde größer. Der Bürgermeister erkannte Handlungsbedarf ein legales Mountainbikeangebot zu schaffen und erinnerte sich wieder an uns.
In der folgenden Zeit beschloss man aber im Wald zwischen Günterod und Bad Endbach einen Flowtrail nach dem Vorbild Stromberg zu bauen, auch in der Hoffnung, sich als Gemeinde den Mountainbiketourismus erschließen zu können.

Ein dazugehöriger Übungsparcours sollte unbedingt in Bad Endbach entstehen, das Projekt auf dem Gelände in Günterod stand vor dem Aus.

Im Herbst 2013 haben wir die Ortsvereine um Unterstützung gebeten.
So ergab es sich, das der Verschönerungs- und Heimatverein Günterod, der schon Freizeitanlagen in Günterod betreibt und versichert hat, auf uns zukam. Man bot uns an zu prüfen, ob das Gelände in der Haftpflichtversicherung des Vereins mitzuversichern wäre. So war es und wir gründeten die Abteilung „Pump n’Jump Track Günterod“.

Mit Spendengeld von Bürgern und ortsansässigen Vereinen und eigenen Einnahmen vom Weihnachtsmarkt fingen wir an zu bauen.
Mit Andreas Ganzevoort, einem heimischen Bagger- und Fuhrunternehmer haben wir

einen hervorragenden Partner gefunden, der mit viel Engagement die Umgestaltung des Geländes durchgeführt hat. Auch der Bauhof der Gemeinde hat uns bei den Arbeiten unterstützt.
Nach vier Monaten Bauzeit ist nun bei minimaler Investition ein vorzeigbarer und bereits während der Bauzeit begehrter Parcours entstanden, der das Mountainbikeangebot in der Gemeinde Bad Endbach durchaus ergänzen wird.